CRH-LCD Beschreibung
CRH-LCD ist eine von Stokkermill entwickelte Maschine, die speziell für die Behandlung, Dekontamination und selektive Rückgewinnung der in LCD-Monitore enthaltenen Materialien konzipiert wurde. Diese Art von Abfall kann aufgrund der im Hintergrundbeleuchtungssystem enthaltenen Schadstoffe nicht in konventionellen WEEE-/Elektroaltgeräte-Linien verarbeitet werden.
Im Gegensatz zu standardmäßigen WEEE-Strömen erfordern LCD-Monitore einen dedizierten und kontrollierten Prozess, der in der Lage ist, potenziell gefährliche Emissionen, die während der Öffnungs- und Behandlungsphase entstehen, sicher zu handhaben. CRH-LCD erfüllt diese Anforderung mit einer industriellen Lösung, die in einer vollständig geschlossenen, abgesaugten und gefilterten Umgebung arbeitet und so jede Freisetzung schädlicher Substanzen verhindert.
Das System integriert kontrolliertes Zerkleinern, unterstützte manuelle Sortierung und eine spezifische Behandlung der Hintergrundbeleuchtung, wodurch eine vorbeugende Dekontamination des Abfalls sowie die anschließende Trennung der verschiedenen Materialfraktionen ermöglicht wird. Dieser Ansatz gewährleistet maximale Sicherheit für die Bediener, vollständige Einhaltung der Umweltvorschriften und eine hohe Rückgewinnungsrate wertvoller Materialien wie Glas, ABS-Kunststoff und Metalle.
Dank seiner modularen Bauweise kann CRH-LCD als eigenständige Anlage installiert oder in bestehende Stokkermill-WEEE-Linien integriert werden. Dadurch können Betreiber ihr Spektrum an behandelbaren Abfällen erweitern und sowohl die wirtschaftliche als auch die ökologische Leistung der Anlage verbessern.
Warum CRH-LCD?
LCD-Monitore enthalten Hintergrundbeleuchtungslampen mit toxischen Gasen, wodurch eine direkte Behandlung unsicher, nicht konform und potenziell gefährlich für Bediener und Umwelt ist.
CRH-LCD ermöglicht die vorbeugende Dekontamination des Monitors und macht ihn für die nachfolgenden Behandlungsstufen geeignet.
CRH-LCD Prozessflussdiagramm
Allgemeiner Prozessablauf
Der CRH-LCD-Prozess ist in eine Reihe aufeinanderfolgender Betriebsphasen gegliedert, die eine kontrollierte Behandlung von LCD-Monitoren ermöglichen – von der anfänglichen Zerkleinerung bis zur finalen Trennung und Verwertung der zurückgewonnenen Materialien.
Phase 1: Kontrolliertes Zerkleinern
Die erste Phase des Prozesses besteht im kontrollierten mechanischen Zerkleinern des Monitors. Diese Operation wird mithilfe eines 4-kW-Pneumatikzylinders durchgeführt, der eine präzise und regulierte Fragmentierung des Geräts gewährleistet. Der gesamte Prozess findet in einer vollständig abgesaugten Arbeitskammer statt, die mit einem Absolutfiltersystem ausgestattet ist. Diese technische Konfiguration stellt die vollständige Eindämmung schädlicher Emissionen sicher und verhindert die Freisetzung gefährlicher Substanzen in die Arbeitsumgebung.
Phase 2: Manuelle Sortierung
Nach der Zerkleinerungsphase wird das Material einer manuellen Sortierung unterzogen. Die Bediener arbeiten in einer geschützten und kontrollierten Umgebung, in der sie die verschiedenen Materialfraktionen trennen. In dieser Phase wird hochwertiger ABS-Kunststoff zurückgewonnen, während gemischte Kunststoffe mit eisenhaltigen Bestandteilen separiert und zur WEEE-Behandlungslinie für weitere Verarbeitungsschritte und Verwertung weitergeleitet werden.
Phase 3: Hintergrundbeleuchtungsbehandlung
Die nächste Phase betrifft die Behandlung der Monitor-Hintergrundbeleuchtung. Die Lampen werden einem Kettenmühlen-System zugeführt, wo sie kontrolliert zerkleinert werden. Das resultierende Material wird anschließend über eine Förderschnecke transportiert und durch ein Sieb einer finalen Trennung unterzogen, wodurch die Aufbereitung und Klassifizierung der verschiedenen Komponenten abgeschlossen wird.
Zurückgewonnene Materialien und Endbestimmung
Am Ende des Prozesses werden die verschiedenen Fraktionen ihren jeweiligen Verwertungswegen zugeführt. Glas wird der Wiederverwertung und Aufbereitung zugeführt, ABS-Kunststoff wird als hochwertiger Rohstoff zurückgewonnen, Stahl wird einer sekundären Verarbeitung zugeführt und gemischte Kunststoffe werden an die WEEE-Linie für weitere Behandlungsschritte übergeben.









